Trelder Berg: Wir sind gegen die Umwandlung der ehemaligen Baumschule in ein Gewerbegebiet

Auf einer Fläche von rund 15 Fußballfeldern soll sich die frühere Baumschule hauptsächlich in Kühl- und Textillager verwandeln? Als Buchholzer Liste lehnen wir die Schaffung des neuen Gewerbegebiets auf der Fläche der ehemaligen Baumschule am Trelder Berg ab. Das Gewerbegebiet würde eine Insel in direkter Nachbarschaft zu einem Landschaftsschutzgebiet darstellen. Eine Erweiterung ins Landschaftsschutzgebiet hinein ist nicht nur zu befürchten, sondern auf einer Karte der Stadtverwaltung bereits vermerkt. Die frühere Baumschul-Fläche befindet sich bereits im Besitz eines neuen Eigentümers. Zur Entwicklung seines Gewerbegebiets benötigt er nun die nötigen Genehmigungen der Stadt. Mit dieser Pistole auf der Brust entschied sich die politische Mehrheit im Vorfeld zwar für das Vorhaben, aber zahlreiche Stimmen aus der sogenannten Öffentlichkeitsbeteiligung übten dagegen massive Kritik, insbesondere aufgrund der Nähe zum Landschaftsschutzgebiet. Grundsätzlich geht finanzielles Wachstum in Buchholz stets mit Verbrauch und Versiegelung neuer Flächen einher. Ende nicht in Sicht …

Unsere Pressemitteilung vom 19.02.2024

Buchholzer Liste beantragt Änderung der Geschäftsordnung des Stadtrates

Bereits im Herbst 2023 hat die Buchholzer Liste verschiedene Änderungen der Geschäftsordnung des Stadtrates beantragt (Vorlagen VO 21-26/0446 und VO 21-26/0446.004). Diese werden im Februar/März in den Ausschüssen und im Rat der Stadt Buchholz i.d.N. behandelt. Im Kern geht es um die Verlängerung der Ladungsfristen für den Rat, die nach unserer Auffassung mit derzeit nur sieben Tagen deutlich zu kurz sind und einem „Feierabendparlament“ keine ausreichende Vorbereitung erlauben. Wir haben daher eine Verlängerung auf 14 Tage beantragt. Außerdem soll mit einer Änderung der Protokollierungsregeln die Transparenz der Ratsarbeit verbessert werden. Die beantragten Änderungen entsprechen den schon geltenden Regelungen in der Geschäftsordnung des Kreistages, wo sie sich bewährt haben. Es bleibt nun zu sehen, ob eine Ratsmehrheit diesen und weiteren Änderungsanträgen folgt.

Abschied von Streuobstwiese samt Wald in Holm-Seppensen

Als hätte man noch nie etwas von Insektensterben und Artenkrise gehört … baut die Stadt Buchholz genau hier eine neue Feuerwehr. Weichen werden ein Stück Mischwald und eine ehrenamtlich angelegte Insektenwiese mit mindestens 15 Jahre alten Obstbäumen. Unser Antrag, die schräg gegenüber liegende, freie Fläche dafür nochmals zu prüfen, gemeinsam mit der Feuerwehr, wurde vom Stadtrat in seiner Sitzung am 28.03.2022 abgelehnt (10 Ja-Stimmen, 20 Nein-Stimmen und 3 Enthaltungen).

Für die Stadt steht damit die billigste Lösung. Denn Wald und Wiese (selbst bereits eine Ausgleichsfläche!) gehören sowieso der Stadt. Die nötige neue Ausgleichsfläche wurde recht günstig erworben. Aus Stadtsicht also perfekt. Für Umwelt und das Engagement der „Bienenbotschafter“ aus Holm-Seppensen verheerend! Alle Gegenargumente wirken vorgeschoben. Eine genauere Prüfung hätte niemandem wehgetan!

Hier ging es nicht darum, Wege zu suchen. Hier ging es darum, Gründe zu finden, damit die billigste Variante verwirklicht wird. Ist gelungen. Traurige Politik.

Rede von Grit Weiland in der Ratssitzung vom 28.03.2022

Rede von Dr. Martin Dieckmann in der Ratssitzung vom 28.03.2022

Beitrag im Nordheide Wochenblatt vom 30.03.2022

Imme-Janne Schoof zur Ortsbürgermeisterin in Trelde gewählt

Nachdem sie bereits fünf Jahre lang das Amt der Stellvertreterin innehatte, wurde Imme-Janne Schoof (Buchholzer Liste) auf der konstituierenden Sitzung des Ortsrates Trelde am 18.11.2021 zur neuen Ortsbürgermeisterin von Trelde gewählt. Das Amt der Stellvertreterin übernimmt jetzt Astrid Albers-Pestke (CDU).

In ihrer Antrittsrede würdigte Schoof die Arbeit ihres Vorgängers, Herrn Gerhard Martens (CDU). Er habe in den letzten zehn Jahren mit seiner einzigartigen Art von Humor und immer getreu dem Motto „Nich‘ lang schnacken – anpacken“ allen gezeigt, wie „Ortsbürgermeister“ geht. Nicht nur bei den vielen Veranstaltungen, sondern auch in politischer Hinsicht habe Martens vorbildlich gehandelt. Letztlich habe er sich nicht von politischer Couleur, sondern von der Überzeugung leiten lassen, dass es gut und sinnvoll für Trelde und Suerhop sein müsse.

Die Wahl in Trelde hat im Übrigen erstaunliche Ergebnisse hervorgebracht: Die Buchholzer Liste konnte ihren Stimmenanteil noch einmal erhöhen und wurde mit 40,5% erstmals stärkste Fraktion (vier Sitze). Ihr folgen CDU (20,6%, zwei Sitze), SPD (15,8%, ein Sitz), Grüne (9,5%, ein Sitz) und FDP (9,0%, ein Sitz). Mit lediglich 4,7% der Stimmen ist die AfD nicht im Ortsrat vertreten.

Und während vielfach darüber lamentiert wird, die politischen Gremien müssten „weiblicher“ werden, hat Trelde Nägel mit Köpfen gemacht: dem Trelder Ortsrat gehören jetzt mehr Frauen (fünf) als Männer (vier) an und zum ersten Mal wird auch das Amt der Ortsbürgermeisterin von einer Frau ausgeübt; die dazu auch noch – ebenfalls ein Novum – aus dem Trelder Ortsteil Suerhop stammt.