Save the Earth – there’s no Planet B

„Wir sind hier. Wir sind laut. Weil ihr unsere Zukunft klaut“, skandierten heute über 500 Schüler*innen auf ihrem Protestmarsch durch die Buchholzer Innenstadt. Die Bewegung #FridaysForFuture ist in Buchholz angekommen. Danke, Greta Thunberg, dass du dieses mit deinem Schulstreik möglich gemacht hast.

Unsere vermeintlich wenig politisch interessierte Jugend geht protestierend auf die Straße und fordert ihr Recht auf eine unversehrte Zukunft ein. Das ist gut so und leider bitter nötig. Derzeit passiert einfach viel zu wenig zum Schutz unserer Natur und unseres Klimas. Auch wir stoßen in unserer politischen Arbeit überwiegend auf ewig gestrige Sturköpfe, die den Ernst der Lage offenbar immer noch nicht begriffen haben.

Daher freuen wir uns sehr über solche Aktionen wie heute. Der zunehmende Druck aus der Jugend und der ganzen Bevölkerung auf unsere Politiker gibt uns die Hoffnung, dass sich doch noch etwas Wesentliches ändern kann, und gibt uns den Mut, weiter an diesem Ziel zu arbeiten. Liebe Schüler*nnen, ihr ward heute wirklich stark beeindruckend. Bitte haltet diese Energie und lasst jetzt nicht nach. Wir unterstützen euch dabei gerne, mit Rat und Tat, aber auch mit Geld, wenn nötig. Meldet euch gerne bei uns!

Es sagt viel über die aktuelle Haltung unserer Kollegen im Buchholzer Stadtrat und der Verwaltungsspitze aus, wenn außer uns heute so gut wie keiner an diesem Protestmarsch teilgenommen hat. Auch unser Bürgermeister ließ sich nicht blicken. Wichtigere Termine? Kein Interesse? Oder einfach Angst vor den Argumenten?

Vortrag „Ökoroutine“

Gestern kamen knapp über 100 Gäste, um dem sehr unterhaltsamen, aber zugleich sehr ernsthaften Vortrag „Ökoroutine – Damit wir tun, was wir für richtig halten“ von Dr. Michael Kopatz zu lauschen.

Über 80 Prozent der Bundesbürger begrüßen artgerechte Tierhaltung. Doch nur wenige entscheiden sich an der Ladentheke dafür. Ein Grill darf auch mal 800 Euro kosten, darauf liegen nicht selten die Würstchen zum Dumpingpreis. Wir sind es gewohnt, mit solchen Widersprüchen zu leben.

Befragungen zeigen auch, dass sich fast die gesamte Bevölkerung mehr Engagement beim Klimaschutz wünscht, doch geflogen wird so viel wie nie zuvor. Kollektiv wollen wir den Wandel, individuell möchten nur Wenige den Anfang machen. Es ändert sich wenig, weil sich die Menschen benachteiligt fühlen, wenn sie »allein« auf den Flug oder das Auto verzichten oder sich einschränken. Das kann sich ändern, wenn wir das erwünschte Verhalten zur Routine machen. Weiterlesen

Grundsatzbeschluss Buchholz 2025plus

In seiner Sitzung am 13.03.2018 hat der Rat der Stadt Buchholz i.d.N. mit den Stimmen von CDU, FDP, AfD, SPD und den Grünen einen Grundsatzbeschluss zur Entwicklung eines neuen Stadtteils mit bis zu 1.500 Wohneinheiten und einer Umgehungsstraße zur Erschließung des Stadtteils im Osten der Stadt gefasst. In der Folge soll nun ein städtebaulicher Rahmenplan entwickelt und die Planungen für eine östliche Umgehungsstraße wieder neu aufgenommen werden. Wir sind entsetzt darüber, wie leichtfertig und verantwortungslos hier mit der Zukunft von Buchholz umgegangen wird. Dem Grundsatzbeschluss konnte neben uns einzig auch Udo Antons, Die Linke, nicht zustimmen.

Wir verweisen ergänzend auf die Rede unserer Ratsfrau Imme-Janne Schoof sowie auf unsere Ausführungen vom 07.01.2018.

In der Ratssitzung am 24.04.2018 hat sich der Buchholzer Stadtrat mehrheitlich für eine Trassenvariante entschieden, die dem alten, gerichtlich gekippten Ostring entspricht. Auch hier stimmten SPD und Grüne wieder mit den alten Ostring-Befürwortern für diese Trassenführung. Unfassbar!

Generationen-Manifest

Während die großen Parteien ihre Wahlkampfstände zur niedersächsischen Landtagswahl auf dem Buchholzer Wochenmarkt präsentierten, hat sich die Buchholzer Liste für Umwelt, Soziales und Nachhaltigkeit heute für das Generationen-Manifest stark gemacht und etliche Unterstützer-Unterschriften eingesammelt.

Das Generationen-Manifest
Wir leben derzeit auf Kosten unserer Kinder und Enkel. Die Unterzeichner des Generationen-Manifests setzen sich für einen neuen Generationenvertrag ein, einen Vertrag, der zum ersten Mal die Bedürfnisse kommender Generationen und deren Herausforderungen wirklich ernst nimmt. Denn sie sind es, die die Folgen unseres Handelns und Nichthandelns einmal tragen werden.

Die Unterzeichner des Generationen-Manifests, darunter auch etliche Prominente aus Politik, Wissenschaft und Unterhaltung, fordern die kommende Bundesregierung auf, die zehn Forderungen des Generationen-Manifests in der kommenden Legislaturperiode ins Zentrum ihrer politischen Entscheidungen und Gesetzgebung zu stellen und in den Koalitionsvertrag bzw. ihr Regierungsprogramm aufzunehmen.

Weiter Infos zum Generationen-Manifest finden Sie hier: www.generationenmanifest.de. Dort können Sie das Generationen-Manifest auch als Unterstützer online unterzeichnen.

Fotos (oben): www.generationenmanifest.de